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Am nächsten Morgen läßt Äolus seinen Sack ganz geschlossen und wir tuckern unter Motor die 30+ sm nach Petries, einem der wenigen Häfen auf der Ostseite Euböas, den Sioned nun zum dritten mal anläuft.
Die Ankerbucht haben wir für uns allen, aber auch hier ist das Seegras ordentlich gewachsen, so daß wir nach mehreren Ankerversuchen aufgeben und in eine Nebenbucht verholen, in der wir mehr Glück haben.
An Land finden wir die einzige geöffnete Taverne und die Wirten heizt extra für uns den Grill an. Später kommen dann doch noch ein paar weitere Gäste, aber die Speisenauswahl ist sehr begrenzt. Sioned finden wir im Dunkeln dank vorsorglich eingeschalteter Ankerlaterne schnell wieder.

Für den Dienstag hatte man uns eigentlich Wind versprochen, aber der läßt auf sich warten. Erst bei Erreichen der Doros Straße können wir die Segel auspacken und die letzten 20 der 45sm segeln. Auch der Blister kommt wieder zum Einsatz.

In Batsi auf Andros werden wir bereits vom "Hafenmeister" erwartet und längseits an die Pier gewiesen. Das trifft sich gut, wollten wir doch ohnehin längseits anlegen. Zehn Euro wechseln den Besitzer, natürlich wieder ohne Quittung. Strom und Wasser sind diesmal nicht dabei. Auf meinen Einwand, im April hätten wir für zwei Tage mit Wasser und Strom auch nur zehn Euro bezahlt meint er nur etwas von "Special Price".
Wir lassen uns im Delfino eine passende Fischauswahl servieren.

Das Ablegen am nächsten Morgen mit Eindampfen in die Achterspring läuft perfekt und wie inzwischen schon üblich laufen wir die erste Hälfte des Tages unter Maschine Richtung Syros, bevor wir Nachmittags den Rest der Strecke in die Bucht von Finikas segeln können. Hier scheint gerade eine Flotille festgemacht zu haben, so daß wir wieder vor Anker gehen. Hier gibt es in Hafen und Strandnähe alles was Segler so braucht. Supermarkt, Bäcker, mehrere Tavernen und sogar ein Schiffsausrüster liegen nahe zusammen. Die Bucht bietet außer bei Südwind auch exzellenten Schutz.





Die Temperaturen sind nach wie vor bei 23-25 Grad und das Wasser lädt mit 23-24 Grad immer noch zum Baden ein.

Trotzdem fahren wir am Donnerstag weiter nach Paros in den Hauptort Parikia.





Dieser ist wieder mehr auf Touristen ausgelegt, kommen hier doch die Inselfähren an. Die klassischen würfelförmigen, weiß getünchten Häuser, die so typisch für die Kykladen sind, finden sich hier en masse. An einer ganzen Reihe von Vanity-Shops vorbei finden wir unseren Weg in ein entzückendes Gartenrestaurant. Dieses hat heute den letzten Tag geöffnet. Rabatt gibt es deswegen zwar keinen, aber eine sehr leckere Fischplatte.

Am nächsten Morgen fährt Birgit nochmals mit dem Dinghy an Land um dem Bäcker einen Besuch abzustatten. Das Frühstück ist gesichert und wir können uns ins 10 sm entfernte Naousa verholen, wo wir vor Anker den nächtlichen Starkwind aus SW und W abwettern wollen. Wir ankern hier auf 5,5m Wassertiefe mit 55 m Kette.

In der Stadt, die auf Google Earth recht groß aussieht, aber bedeutend kleiner als Parikia ist, herscht gerade Stromausfall. Wir unterstützen das lokale Dodony Cafe gerne bei der Rettung der Eisvorräte. Pünktlich zum Abendessen ist der Strom aber wieder da und wir können uns mal drei Pizzen.




Da die sonst übliche Tischbegleitung hier noch Ruhepause hat,





muß das B-Team einspringen.





Die Nacht in der Bucht wird lediglich von einem falschen Ankeralarm und ein paar Böen gestört und am Samstag Morgen können wir aus der Bucht segeln Richtung Naxos. Kurz bevor wir Anker auf gehen, kommt noch ein Fischer längseits und bietet uns seinen Fang an. Das Abendessen ist also auch gesichert.

Äolus meint es heute gut und wir können fast die gesamte Strecke bis Limani Kalandos, einem winzigen Hafen im Süden von Naxos, segeln. Eigentlich wollten wir in der Bucht ankern, aber ein Restswell, der in die Bucht lief, versprach unruhigen Schlaf und die Pier war frei, wenn auch nicht kostenlos. Wieder wechseln etwas über 10 Euro den Besitzer, diesmal hoch offiziell und mit Quittung.

Es ist schon witzig. In diesem winzigen Hafen weitab in der Pampa wird Hafengeld kassiert und in einem Hafen wie Nea Klima, wo es alle Versorgungsmöglichkeiten gibt, nicht.

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