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Mitte Juni kommt K. wieder an Bord und es geht Richtung Norden:



Nachdem Sioned in den Tagen seit Kreta vom Wind eher verwöhnt wurde legt dieser nun eine Pause ein oder übertreibt es und - es sei vorweg genommen - wir können keine einzige Meile bis Skopelos segeln.

Die erste Etappe führt nach Kea und nach mehreren Ankerversuchen in der Nordbucht finden wir endlich ein Plätzchen für die Nacht. Mehr wird es hier auch nicht denn in den nächsten Tagen übt der Meltemi schon einmal für den Juli und August und wir suchen uns ein geschütztes Plätzchen in Karystos and der Südseite von Euböa. Der Hafen ist fast vollständig in deutschsprachiger Hand inklusive mehrerer Mitglieder aus einem benachbarten Forum.

Wir bleiben mehrere Tage, denn die Stadt bietet alle Versorgungsmöglichkeiten (außer einem Schiffsausrüster) und ich finde sogar wieder einen Zahnarzt. Probleme mit einer Brücke, aber da kann er auf die Schnelle nichts machen. Das muß bis zu Hause warten. Abends marschieren zwei Mitarbeiter der Port Police mit Trillerpfeifen an der Hafenpromenade entlang und räumen ab 20 Uhr die dort noch parkenden Fahrzeuge für die ab dann promenierende Bevölkerung.

Als der Wind nachläßt und die Kafirea Staße zwischen Euböa und Andros wieder passierbar wird (dort wo wir Anfang Mai über 40kn Wind hatten) tuckern wir weiter nach Petries an der Ost-Seite, der bewährte Zwischenstopp zwischen den Kykladen und Sporaden. Zwei Tage liegen wir hier vor Anker und können vom Strand bei Eis und Ouzo das Schiff im Auge behalten.




Der nächste Stop ist Linaria auf Skyros. Der Hafenmeister kommt uns bereits im RIB entgehen und bietet uns einen Platz an der Pier oder alternativ an einer Boje an. Wir fehlen letzteres, wollen wir doch bei den Temperaturen nicht auf das Schwimmbad vor der Haustür verzichten.





Abends läuft unter den lautstarken Klängen von "Also sprach Zarathustra" die Inselfähre Achilles ein. Die Fähre gehört gemeinsam den Einwohnern der Insel und der Name paßt auch, soll doch auf Skyros der Held Achill (der mit der Sehne) gelebt haben, bis er von Odysseus mit einem Trick in den Krieg gegen Troja gelockt wurde.





Nach einem Tag Pause fahren wir weiter nach Alonissos und ankern in der bewährten Bucht von Votsi. Es dauert etwas, bis ich der Port Police klar machen kann, daß wir nicht die Absicht haben, an der Pier festzumachen, die nun den Fischerbooten vorbehalten ist.

Nach mehreren Tagen mit Dinghy-Ausflügen nach Patitiri und Pizza mit Blick aufs Schiff geht es weiter nach Skopelos Stadt, wo wir ebenfalls einen Tag bleiben. Die Hitze ist inzwischen extrem und man mag sich nicht mehr wirklich bewegen und freut sicht auf den Aufenthalt im klimatisierten Supermarkt. In Thessalien ist es inzwischen 40 Grad. Wir kommen nocht mit 35 davon.

Da Skopelos Stadt keinen adequaten Strand in Bootsnähe bietet fahren wir weiter ins bewährte Nea Klima auf der anderen Seite der Insel wor wir die letzten Tage bis zum Rückflug von K. am Mittwoch verbringen werden. Hier ist der Strand ja nur wenige Schritte entfernt :)

Als wir neben einem Österreicher mit riesiger Sissi-Flagge am Heck festmachen kreiert K. noch schnell einen neue Bezeichnung für unsere mit Forsheda Ruckdämpfern versehenen schwarzen Festmacherleinen. Das sind fortan die Dildo-Leinen. Man macht schon was mit :O .

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