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Ich bleibe noch etwas in der Panormos Bucht, bevor ich für die letzten Tage in den Sporaden zurück nach Nea Klima fahre. Auch, um den Wassertank mit dem dort trinkbaren Wasser aufzufüllen.
Der Hafen ist schon deutlich weniger frequentiert und die Flotillen bleiben aus, auch wenn Sailing Holiday ihre Flotillen bis Mitte Oktober anbieten. Einige legen schon wieder längseits an.

Das Wetter bleibt auch die ersten Tage herbstlich mit Regenschauern und bedecktem Himmel. Die Tavernen haben auch schon auf Sparbetrieb geschaltet.
Gekochtes Essen gibt es nicht mehr, nur noch vom Grill. Die Liegen am Strand haben sich auch auf ein Minimum reduziert.

Am Donnerstag geht es dann nach Skiathos. Diesmal an die Pier und nicht vor Anker. Hier ist noch deutlich mehr los, aber um diese Jahreszeit ist der Liegeplatz an der Stadtpier durchaus erträglich, auch wenn der Straßenlärm stört. Die Discos, die sonst bis sechs Uhr morgens die Nacht beschallt haben, sind glücklicherweise bereits verstummt.

Am Freitag Nachmittag kommt Alex an Bord, Birgit erst gegen Abend. Ihrem Zubringerflieger fehlte ein Crewmitglied und so hätte sie ihren Anschluß in Wien verpaßt. Also hat sie sich kurzerhand in den Zug gesetzt und ist von München aus direkt nach Skiathos geflogen.

Nach der Schiffseinweisung, großer Schiffsführung und einem kurzen Einkauf geht es am Samstag los. Wind ist keiner zu erwarten. Umso erfreulicher, daß wir dann doch die ersten Meilen segeln und sogar den Blister auspacken können. Südlich von Skopelos ist es dann aber erwartungsgemäß vorbei und der Diesel schiebt uns in die Ormos Votsi auf Alonissos.

Die Crew möchte die Landleine fürs Ankern auf die sportliche Variante ausbringen und Birgit schwimmt mit der Leine an Land und macht uns an einem großen Felsen fest, auch wenn das Hantieren mit einer 50m Leine noch etwas ungewohnt ist. Kurz darauf können wir von der einzigen geöffneten Taverne beim Blick aufs allein in der Bucht liegende Schiff in der untergehenden Sonne unsere Pizzen genießen.



Der nächste Tag bringt uns totale Flaute. Wind ist frühestens ab Dienstag zu erwarten. Dann sollen die fehlenden Beaufort nachgeholt werden. So schiebt uns Herr Yanmar durch die wohlbekannte ägäische Bleisuppe Richtung Skyros, eine Insel, die Sioned bislang noch nicht angelaufen hat, und von deren Hafen Linaria ich in den CA Reports gutes gelesen habe.

Nach 27sm erbarmt sich Aeolus noch noch unserer und läßt uns für knappe zwei Stunden wieder den Blister herausholen.

In Linaria werden wir bereits vom "Hafenschlepper" in Form eines RIBs erwartet, der uns beim Einparken in die Enge, verwinkelte Lücke unterstützt.




Hier bekommt der Begriff "Blauwasser" eine völlig neue Bedeutung.




Es ist das vierte Mal, nach Gouvia, Patras und Kalamata, daß ich in Griechenland eine Mooringleine angeboten bekomme. Überhaupt war der CA Report nicht übertrieben. Der Hafen bietet nur wenig Liegeplätze, dafür aber vollen Service inkl. Marinero Unterstützung, Wasser, Strom, WLAN, Toiletten, Duschen, Schadstoffentsorgung und eine Waschmaschine. Und das ganze für knappe €15,-.
Die Jungs hier haben es verstanden !

Einziger Wermutstropfen ist die mind. 20m Motoryacht neben uns. Weder wir noch der Hafenmeister können die (bezahlte) Crew dazu überreden, den Generator wenigstens über Nacht auszuschalten. Irgendwie sind sie mit dem Landstrom nicht kompatibel und die Klimaanlage muß für die Eignerfamilie ja weiterlaufen. Später am Abend schalten sie zumindest auf den Backbordgenerator um, so daß uns nicht mehr das Kühlwasser gegen die Rumpfwand blubbert.

Ein Skorpionfisch und drei Red Mullets samt etwas B-Ware in der Taverne 20m vom Schiff entfernt entschädigt aber für vieles.
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